Wir folgen dem Stern | Adventsgottesdienst mit Kindermusical

- 21.12.2025 - 

4. Advent

Ein Stern bringt die Sterndeuter dazu, sich auf den Weg zu machen. Sie wissen nicht, was ihnen begegnen wird, und verlieren ihr Ziel zeitweise sogar aus den Augen. Können wir Jesus genauso vertrauen, wenn unser eigener Weg durch Wüstenzeiten führt? Ingrid Wagner greift die Geschichte des Kindermusicals „Wir folgen dem Stern“ auf und verbindet sie mit einer persönlichen Erfahrung: Jesus ist das Licht, das uns den Weg weist.

Weitere Predigten und Livestreams:
Zum YouTube-Kanal Ev. Kirchengemeinde Steinen
 
Im Adventsgottesdienst aus der Petruskirche Steinen erleben wir das Kindermusical „Wir folgen dem Stern“. Die Sterndeuter machen sich auf einen langen Weg, begegnen Gefahren und Zweifeln und finden schließlich Jesus in Bethlehem.
 
Im anschließenden Impuls greift Prädikantin Ingrid Wagner diese Geschichte auf: Jesus ist das Licht der Welt. Ihm zu folgen bedeutet, sich auf den Weg zu machen und ihm auch dann zu vertrauen, wenn wir sein Licht gerade nicht sehen.
 
Das Kindermusical steht unter der Leitung von Anja Maurer und Dorothea Zipprich-Kaltenbach.
 
Lesung: Jesaja 40,1 - 5.9 - 11
 
Lieder im Gottesdienst:
  • EG 17: Wir sagen euch an den lieben Advent
  • EG 1: Macht hoch die Tür CCLI-Nr.: 5588206
  • EG 13: Tochter Zion, freue dich CCLI-Nr.: 4339384
CCLI-Liedlizenz 5100265

Predigt „Dem Licht von Jesus folgen“ - Johannes 8, 12

Weitere Predigten und Livestreams:
Zum YouTube-Kanal Ev. Kirchengemeinde Steinen
(21. Dezember 2025, Prädikantin Ingrid Wagner, Evangelische Kirche Steinen)
 
Versetzen wir uns doch noch einmal in diese Geschichte zurück.
 
Ein besonderer Stern steht am Himmel, viel größer und heller als alle anderen. „Königsstern“ nennen ihn die Sterndeuter. Sie glauben nicht an den Gott der Juden, kennen jedoch die Vorhersagen der Propheten: Ein König wird für Israel geboren.
Für die Sterndeuter ist klar: Der neue König ist da. Ihre Sterne lügen schließlich nicht.

Sich auf den Weg machen

Was nun?
 
Sie können nicht einfach, wie wir heute, bei Google eingeben: „König von Israel geboren“ und sich dann über das neueste Weltgeschehen informieren. Zeitung, Radio und Fernsehen gibt es auch nicht.
 
Abwarten, bis von Jerusalem eine Karawane nach Babylon zieht? Das dauert viel zu lange.
 
Es bleibt nur eines: sich auf den Weg machen und nach dem Königskind suchen.
 
Gar nicht so einfach. Der Weg ist weit und gefährlich. In der Wüste lauern viele Gefahren, und dahinter haben die Römer das Land besetzt. Da muss man es sich schon genau überlegen, loszuziehen.
 
Aber dieser Stern mit seinem hellen, strahlenden Licht lässt sie einfach nicht mehr los.
 
Und so machen sie sich miteinander auf den Weg.

Der Stern begleitet sie

Der Stern begleitet sie.
 
Sie treffen auf Räuber. Auch die haben diesen besonderen Stern gesehen. „Er ist der Hammer“, meint sogar einer von ihnen.
Sie kämpfen sich durch die Wüste und sehen vor lauter Sandstürmen den Stern überhaupt nicht mehr. Wie froh sind sie, als er plötzlich wieder am Himmel erscheint.
 
In Jerusalem angekommen, weiß König Herodes nichts von einem neugeborenen König. Aber diese kostbaren Geschenke, die würde er auch gerne besitzen. Und überhaupt: Ein neuer König? Das geht ja gar nicht.
 
König Herodes hat Angst um seinen Thron. Er ruft seine Berater, und sie nennen ihm als Ort Bethlehem, wie es der Prophet Micha verheißen hat.
 
Herodes bittet darum, ihm auf der Rückreise genau Bericht zu erstatten.
 
Aber kann man ihm überhaupt trauen?

Angekommen in Bethlehem

Die Sterndeuter ziehen weiter.
 
Der Stern bleibt über Bethlehem stehen. Sie sind angekommen.
 
Einige Hirten sind auch schon da und bringen ihre Geschenke. Nicht so kostbare wie die der Sterndeuter, aber immerhin.
Und nun sehen sie auch den neuen König: in der Futterkrippe im Stall.
 
Das wundert sie schon sehr. Aber sie freuen sich darüber, dass jeder willkommen ist.
 
Maria und Josef erzählen ihnen wunderbare Dinge über dieses Königskind Jesus. Die Sterndeuter überreichen ihre kostbaren Geschenke. Einer hat dafür sogar sein neues Kamel verkauft.
 
Das Beste ist gerade für Jesus gut genug.
 
Ganz erfüllt machen sie sich auf den Heimweg. Und sie sind froh, dass ein Engel sie gewarnt hat, noch einmal zu König Herodes zu gehen.
 
Unglaublich, dass Jesus Gott ist. Sie können darüber nur staunen.
 
Der Königsstern hat sie direkt zu ihm geführt.
 
Und einer von ihnen meint sogar:
„Jesus ist echt der Hammer.“
 
Zwei Räuber belauschen sie. Für sie ist nun auch klar: Dieser Hammerstern muss einfach Jesus heißen.

Jesus ist das Licht der Welt

Soweit die Geschichte.
 
Ja, das ist wirklich eine Sternstunde. Eine Sternstunde der Gott- und Menschheit.
 
Gott macht uns ein Geschenk. Jesus kommt als Licht in unsere Welt, damit es bei uns nicht dunkel bleibt.
 
Hell soll es werden in und um uns. Darüber dürfen wir uns freuen.
 
Jesus selbst hat von sich gesagt:
„Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“
 
Ohne Jesus ist kein wahres Leben möglich.
 
Sein Licht will uns vorangehen und uns auf unserem Weg leiten. Jesus kennt die Gefahren, die uns immer wieder umgeben, und will uns davor bewahren, damit wir sicher am Ziel ankommen, in der Ewigkeit bei Gott.

Der erste Schritt

Aber jeder Weg beginnt nun einmal mit dem ersten Schritt.
 
Genau wie unsere Sterndeuter müssen wir uns entscheiden, mit ihm loszuziehen.
 
Er kennt unseren Weg und weiß, was für uns gut ist. Sein Licht leuchtet uns.
 
Es wird aber auch Wüstenzeiten geben, in denen Stürme uns durcheinanderwirbeln und wir das Licht nicht mehr sehen können.
 
Aber auch diese Zeiten haben ihren Sinn.
 
Wir lernen, Jesus zu vertrauen, auch wenn er nicht sichtbar und fühlbar bei uns ist.
 
Aber keine Angst: Jesus ist immer nur ein Gebet von uns entfernt.
 
Jesus geht mit uns durch Höhen und Tiefen. Jesus lässt uns nicht allein.
 
Auch unsere Fehler und Irrtümer sind bei ihm gut aufgehoben.
 
Wir dürfen und können immer wieder nur über ihn staunen.
 
Ja:
Jesus ist der Hammer.
 
Mit ihm auf dem Weg kann man so einiges erleben.

Mein eigener Weg mit Jesus

In den 35 Jahren, in denen ich ganz bewusst mit Jesus gehe, hat er mich schon manches Mal überrascht und sprachlos gemacht, aber auch schon ermahnt.
 
Mein Weg mit ihm begann hier in der Petruskirche.
 
Es war in einem Weihnachtsgottesdienst, während der stillen Zeit vor dem Vaterunser.
 
Ich habe gebetet:
„Herr, wenn es dich wirklich gibt, dann zeig mir meinen Weg.“
 
Amen.